Dienstag, 31. Januar 2017




Endspurt :))) !

3. und letzter Gipswechsel auf Gips Nr. 4



 Nach einem neuerlichen Röntgen meines Handgelenks

- es sind dies nun schon die Röntgenaufnahmen Nr. 12 und 13
seit meinem Unfall Mitte Dezember! -

 ist alles nach wie vor "im grünen" Bereich.

Das "Strickmuster" am Bild kommt übrigens von meinem Gips,
der noch auf der Hand ist.



Der Draht, der mein unteres Knochenstück
und die Sehne daran (am Röntgen nicht sichbar) festhält,
ist noch genau da, wo er sein soll.

Das Weiße in der Drahtschlinge sind die beiden kleinen Mitek-Anker,
die ja nicht mehr entfernt werden, 
weil dies meinen 5. Mittelhandknochen gefährden würde.



So sieht die Cerclage von der Seite aus.

War sicher nicht so einfach, den Draht hier richtig zu führen 
und damit dann meine Sehne zu fixieren!



Auch meine Wunde heilt gut,
obwohl sie schon 2x offen war.



Ich entscheide mich zum Finale nun doch für hellrot,
es ist eine Gute-Laune-Farbe ;)).



Und glücklicher Weise habe ich zu Hause ein Kleidungsstück,
das haargenau dazu passt :) !



Zum Durchhalten bekomme ich diesen süßen Teddy geschenkt,
jetzt schaffe ich die letzten 3 Gips-Wochen auch noch :) !







Dienstag, 17. Januar 2017




2. Gipswechsel - aber trotzdem noch 5 Wochen :( !!

Als mich meine Handchirurgin heute fragt, wie es mir geht,
sage ich leider wahrscheitsgemäß: "Nicht so gut ..." 

Habe leider diesmal einen RIESEN-Durchhänger und bin schlecht drauf,
weil ich erst "Halbzeit" habe und nicht schon 1 Wiche vor der Gipsabnahme stehe,
obwohl meine Hand nun schon 5 Wochen stillgelegt ist.



Jetzt, nach mehr als 1 Woche ist es auch Zeit,
die Strips zu entfernen.
Das tut Gott sei Dank gar nicht weh.



 Dementsprechend bekomme ich auch ein wenig geschimpft,
weil ich meine Hand anscheinend unbewusst
während des Gipswechsels ein wenig bewege.

Noch könnte ich leicht mit einer falschen Bewegung
die Sehne von der Drahtcerclage reißen!

Mit der Wunde selbst ist sie sehr zufrieden,
sie verheilt schön, obwohl die letzte OP erst 10 Tage her ist.

Dann gibt's fast einen kleinen Kampf,
als sie mir sagt, dass sie die Casts nur in Violett, Blau und Rot da hat
und von Blau nur die 2,5 cm breiten.

Ich will ja schließlich keinen Kindergips!

Nur Rosa wäre noch schlimmer gewesen ...



Wir einigen uns endlich auf Violett als Unterlage
und eine Lage Blau darüber.

Nun habe ich einen echten Designergips :-)) !








Montag, 9. Januar 2017




1. Gipswechsel!

Knapp 2 Tage nach meiner 2. Hand-OP ist es schon so weit,
dass meine Handchirurgin die Wunde begutachten,
die Drainage entfernen und mir einen neuen Gips verpassen will.

Ich bin auch schon neugierig,
was mich unter dem Verband erwartet.



Doch erst einmal muss der Redon Drain weg.

Das geht ganz einfach:
Sie zieht ihn raus ... und ich schrei fast vor Schmerzen,
obwohl ich noch Schmerzmittel nehme.

Ich spüre fast jedes Loch vom Drainage-Schlauch
meinen Wundkanal entlang"schrumpeln".

Aber Gott sei Dank dauert das Ganze nur wenige Sekunden.



Dann kommt das hier zum Vorschein.

Bin eigentlich ganz zufrieden damit,
die Hand ist aber selbstverständlich noch geschwollen.

Bin ganz überrascht, dass sie meine Wunde außen nur verklebt hat:

Das sieht nicht nur besser aus,
 sondern macht dem Chirurgen sicher auch weniger Arbeit.



Die subcutanen Nähte sind wie immer mit selbstauflösendem Material genäht
und hier natürlich nicht sichtbar.

Meine Chirurgin hat Feinsticken als Hobby,
das Nähen sollte also nicht ihr Problem sein ;) ! 

Die Strips bleiben noch drauf bis zum nächsten Termin
in etwas mehr als 1 Woche.



Zuhause begutachte ich meinen neuen Cast:

Ohne Drainage fühle ich mich gleich wohler,
jetzt ist er nicht mehr so sperrig.



Und so lange Bierflaschen-Öffnen auch mit Gips funktioniert,
ist die Welt noch in Ordnung!



 Das volle Glas dann heben und daraus trinken
geht ja schließlich auch mit der linken Hand ... :)))









Sonntag, 8. Januar 2017




Geschafft!!!

2. Hand-OP gestern gut überstanden!



Bin um 15 h ins Sanatorium Döbling marschiert,
hab dort brav gleich den 1. Spitalstag samt OP-Saal-Miete privat bezahlt
und durfte dann mein Zimmer beziehen.

Jetzt - nach fast 4 Wochen seit der 1. OP im Böhler -
hatte ich ja schon Routine.



Um 16.28 h wurde ich samt Bett abgeholt,
in den 1. Stock gefahren 
und bekam wieder eine axilläre Plexusanästhesie in die rechte Achsel
und eine "Wurschtigkeitsspritze" in den Venenkatheter links verpasst.

Die Hand wurde wieder gefühllos und fühlte sich nur noch eiskalt an,
obwohl sie beim Betasten durch die Linke schön warm war.

Angst oder Nervosität hatte ich dann keine mehr,
ungeduldig war ich aber trotzdem noch!

Soooo lange allein im Bett rumliegen und warten ...
es waren sicher wieder ca. 45 Minuten.

(Habe erst später herausgefunden,
dass bei Lokalanästhesien genau eine Dreiviertelstunde gewartet wird,
bis die Medikamente wirklich wirken!)



Wenigstens ist es unterhaltsam,
den Monitor, der über und hinter mir meine Vitalfunktionen überwacht,
zu versuchen, ein wenig zu steuern.

Von anfänglich 98 zu 58 bin ich dann bei 98 zu 78 ...

(167 wie hier im Bild bekomm ich höchstens beim Sport :-))



Endlich!

Es geht ab zur Patientenschleuse,
aber davor heißt es wieder 10 Minuten warten ...

Außerdem ist mir von der Heizdecke,
die ich vorhin verlangt hatte,
jetzt doch viel zu heiß.

Ich schwitze ...



 Beim Umbetten helfe ich, so gut ich kann, mit.

Dezent wird ganz nebenbei das OP Hemd entfernt
und ich bekomme eine Decke übergestreift.



Dann geht's ab auf in den OP-Saal und ich werde so hingeschoben,
dass mein rechter Arm auf den Ausleger gelegt werden kann..

Der Anästhesist provoziert mich wie schon vorhin,
damit ich zum Reden anfange,
damit er die Wirkung seiner Sedierung kontrollieren kann.

Meine letzten Worte waren noch:
"Ich schnarche nicht, glaub ich ..."

Dann schlaf ich schon wieder
und bekomme überhaupt nichts mehr mit!



 Dann wird mir die Schiene abgenommen,
der Arm komplett desinfiziert, 



und lt. OP-Bericht die Blutleere angelegt:

Zuerst wird der Arm abgewickelt,
dann wird die Kompresse am Oberarm aufgeblasen.



Blutleer ist der Arm wesentlich blasser
und natürlich viel leichter zu operieren,
weil dann kein Blut mehr hindert.

Eine Gliedmaße kann bis zu 6 h blutleer bleiben,
ohne Folgeschäden zu erleiden!



Dann wird die 3,5 Wochen alte Narbe wieder aufgeschnitten,
und proximal (also näher zum Körper) noch 1 cm erweitert.

Sobald meine schon etwas schrumpelig gewordene Sehne gefunden wird,
wird sie gedehnt und am Hakenbein festgemacht,
damit sie sich nicht wieder selbständig macht.

Danach werden die gerissenen Fäden der beiden Mitek-Anker
von meiner Sehne entfernt - dort waren sie in Form einer 8 angenäht.



Schließlich bekomme ich ein 1,2 mm breites Loch
in das untere Ende meines 5. Mittelarmknochens gebohrt.

(Gott sei Dank schlafe ich,
allein das Geräusch würde mich schon fast wahnsinnig machen ;) !!!)




Letztendlich wird das Sehnenende samt Knochenbröseln
mit einem "Blumendraht"
(Chirurgenfachchargon ;), eigentlich Kirschner-Draht aus Titan)
eingefangen und am Knochen fixiert,
an dem es ja ursprünglich angewachsen war.

Die beiden kleinen "Titan-Dübeln" müssen drinnen bleiben,
sonst würde mir der 5. Mittelhandknochen auch noch brechen ...



Wieder werde ich genau beim Verbinden meiner "rechten Pfote" wach:

Habe diesmal sogar einen Gips verpasst bekommen
mit einem Mini Redon Drain, ...



... d.h. einer Mini-Drainage,
von der der dünne Schlauch mit Löchern in meiner Hand steckt,
um mittels Unterdruck im Überlaufgefäß das Blut,
das sich in meiner Wunde sammelt, aufzufangen.

Noch tut nichts weh,
die Plexusnarkose wirkt noch.



Aber wieder zurück am Zimmer,
lässt die Lokalanästhesie diesmal schon nach
(was mir an und für sich lieber ist, als den Arm eine ganze Nacht nicht zu spüren!!),
aber es fängt auch ein wenig zu pochen an.

Ich bitte um einen Venentropf mit Voltaren:
Ja, dann geht es wieder.



Dann meldet sich tatsächlich auch schon der Hunger,
ich habe ja seit nunmehr 8 Stunden weder was gegessen noch getrunken.

Wusste gar nicht, dass Hühnersuppe mit Nudeln so gut schmecken kann ;).

Allmählich spüre ich meinen hochgelagerten rechten Arm immer mehr,
auch mein Kreislauf ist wieder voll da.

Um 22 h gibt's dann kein Halten mehr:



Ich will nach Hause und packe mich
im Beisein einer Krankenschwester zusammen.

Meine Verwandten und Bekannten,
die auf Abruf bereit sind, brauche ich nicht.
Die wollen ja auch schon bald schlafen ...

Ob ich denn kein Taxi nach Haus nehmen möchte?

Nein, ich hab ja nur 7 Minuten zu Fuß,
da wäre jeder Taxifahrer enttäuscht ...


Wieder zu Hause begutachte und fotografiere ich meine Hand.

Dann geht's ab ins Bett,
wo irgendwann die Schmerzen stärker werden.



Aber Gott sei Dank gibt's ja Schmerztabletten.

Und Magentabletten gleich dazu ...