Dienstag, 21. März 2017





6. Stunde Ergotherapie:

Habe mich heute zum 1.x tapen lassen.

Hatte mich bisher gewehrt dagegen,
weil ich meine Narbe seit der Gipsabnahme
ca. 3x täglich mit Bepanthen eingeschmiert habe.

Und weil ich wollte, dass endlich genug Luft daran kommt.



Mittlerweile sieht sie nämlich so aus:

Für eine 10 bzw. 14 Wochen alte Narbe,
die großteils 2x offen war, 
gar nicht so schlecht, finde ich.



Wenn man aber genauer hinsieht, ...



... gibt es eine ca. 2 cm lange Stelle,
die mit dem Gewebe darunter verwachsen ist.

Und das zieht bei einigen Bewegungen ziemlich.

Diese Stelle versuchen wir nun zu lösen,
vielleicht geht es ja mit dem Tape.

Sonst müsste ich lasern gehen ...



Obwohl ich Ex-Sportlerin und noch sehr sportlich bin,
habe ich zuvor noch nie mit Tapes Erfahrungen gemacht.

Ich habe mir hier absichtlich ein hautfarbenes verpassen lassen,
denn schwarz oder bunt wäre mir fürs Büro doch zu auffällig gewesen.



Warum auf die Fischgräte noch was draufkam,
weiß ich nicht, vielleicht, weil es hübscher aussieht.

Aber ein wenig irritiert mich das Tape doch:

Jetzt kann ich nicht mehr unterscheiden,
ob die Sehne zieht 
(zu viel Zug drauf sollte ich auf jeden Fall noch vermeiden!),
die festgewachsene Stelle der Narbe
oder das Tape.

Mal schaun, ob ich damit weitermache,
wenn es runtergeht ...



Aber gestern habe ich zum 1.x wieder 
einen Sixpack mit rechts "geschupft".

Also kann es meiner Sehne gar nicht so schlecht gehen ;) !











Dienstag, 7. März 2017




3. Stunde Ergotherapie

Gleichzeitig die 1., seit ich wieder arbeite,
d.h. ich muss danach ins Büro.

Wieder bearbeitet die Therapeutin meine Narbenumgebung
mit Narbenhölzern nach Hentschel.



Die Narbe sieht nun so aus
und ist schon etwas weniger berührungsempfindlich.



Aber es tut noch ganz schön weh,
mit ihr in die Sacktasche der Winterjacke hinzufahren,
die rundherum komplett mit einem offenen Zippverschluss versehen ist,
etwas, was einem sonst überhaupt nicht auffällt.

Au!!!



Dumm ist auch, dass eine Stelle in der Mitte der Narbe
anscheinend mit dem Gewebe darunter oder gar dem Knochen verwachsen ist.

Sie ist liegt auch deutlich tiefer als die umgebende Haut.



V..a. wenn ich meine Hand nach unten abbiege, so gut ich kann,
wird diese Delle sichtbar.

Ich habe sie hier zusätzlich noch mit Pfeilen gekennzeichnet
und mit dem Strich ihre Länge angezeigt.



Habe meine Chirurgin schon gefragt,
ob sie mir diese Stelle vom Gewebe darunter ablösen kann, 
wenn sie mir den Kirschner-Draht herausnimmt.

Ja, selbstverständlich, war die Antwort.

Nur ob ich so lange (bis nach dem Sommer) warten will?

Aufgrund des Zuges, den meine Haut hier verursacht,
kann ich manchmal nicht unterscheiden, 
ob die Haut zieht oder gar zuviel Zug auf meine Sehne kommt,
was ich ja noch einige Wochen lang eher vermeiden sollte.



Aber im Großen und Ganzen 
funktioniert meine Hand wieder sehr gut!!!

Obwohl sie heute wieder einmal ziemlich geschwollen ist.
 
Sie - und da v.a. das Handgelenk - brauchen aber noch einige Übung,
bis sie wieder einigermaßen so wird wie vorher.










Montag, 6. März 2017




Ich habe es getan!!!

Ich bin schon wieder mit dem Rad in die Arbeit gefahren ...
(natürlich ohne Blumen :))

... an meinem erst 4. Arbeitstag nach dem Radunfall 
und nach meinem langen Krankenstand. 

Aber Radfahren tut man schließlich mit den Beinen,
die Hände brauche ich ja nur zum Lenker-Halten und zum Schalten.



Und Schalten geht wieder problemlos!

Ich habe ja am Samstag gesehen, dass es wieder geht,
als ich mein City-Bike zum Reparieren bringen wollte ...



Und damit nicht so schnell wieder ein Unfall passiert
und mir ein unachtsamer oder mit dem Handy beschäftigter Passant
ins Rad laufen kann,
habe ich 2 Dinge geändert:

1. Ich fahre nun über den Nordsteg statt durch die Forsthausgasse


 
2. Und ich habe mir eine Warnweste gekauft



in Rosa, (fast) passend zu den Abnähern auf meiner Fahrradhose.









Samstag, 4. März 2017




Bin wieder Rad gefahren!!

Genau 8 Wochen nach meiner 2. Hand-OP.

Wollte endlich das beim Unfall am 13.12.2016 kaputt gegangen 
Licht vorne reparieren lassen, die Halterung war gebrochen.



Leider war diese nicht lagernd
und Zeit für eine Reparatur wäre erst in 2 Wochen ...

Womit ich natürlich nicht gerechnet habe: 

Jetzt darf ich die ca. 4 km auch wieder zurückradeln!!

Ich hatte damit gerechnet, das Rad dort lassen zu können
und mit der Straßenbahn nach Hause zu fahren. 

Aber es ist eine gute Übung, macht sofort wieder Spaß
und tut mir gut!





Mittwoch, 1. März 2017




1. Arbeitstag nach 2,5 Monaten!!!

Ist schon schlimm, wenn man so lange nicht viel tun kann,
aber ein umso besseres Gefühl, 
wenn einen die Fa. nicht zwischenzeitlich kündigt
und man wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren darf!



Ich bin wieder zurück!!

Ein Kollege war so lieb und hat zwischenzeitlich 
meinen "Urwald" brav gegossen.



Ob meine Hand auch durchhält??

Mein Chef bedauert zwar mein "dünnes Hühnerflügerl",
 halst mir aber trotzdem ganz ungeniert gleich wieder Arbeit auf.



In der U-Bahn heute morgen habe ich extra darauf geachtet,
dass ich gleich einen Sitzplatz "ergattere",
um mich nicht mit der rechten Hand irgendwo festhalten zu müssen.


 
In der Firma bekomme ich die schweren Feuertüren ...



... natürlich nur "mit links" auf.



Auch meine Thermoskanne,
in der ich mir in der Früh meinen Tee mache,
kann ich nur mit der linken Hand tragen,
für die rechte ist sie noch zu schwer.



Die Hände meiner Kollegen zu schütteln
muss ich noch auf jeden Fall vermeiden!!!



Die Arbeit am Bildschirm hingegen geht relativ problemlos:

Meine nicht eingegipsten Finger
habe ich in den letzten Wochen ja auch immer fleißig trainiert!



Etwas müde, aber glücklich
gehe ich nach meinem 1. Arbeitstag seit Langem 
wieder nach Hause.

Dabei entschädigt dieser wunderschöne Anblick
mit Mondkipferl und Venusstern für vieles,
was ich in den letzten Wochen durchmachen musste!







Dienstag, 21. Februar 2017




1. Stunde Ergotherapie!

 Bin schon gespannt, was mich erwartet ...


 Nachdem die Therapeutin meine Daten aufgenommen 
und die derzeitige Beweglichkeit meiner Hand gemessen hat,
will sie diese auch optisch begutachten.

Als sie meine Hand in ihre Hände nehmen will,
ziehe ich meine unwillkürlich zurück.

Schließlich habe ich jetzt fast 10 Wochen niemanden
außer den Chirurgen und OP-Helfern an meine Hand gelassen
bzw. lassen müssen!


 

Seit ich den Gips nun runter habe,
schmiere ich meine Narbe täglich 3x mit Bepanthen ein,
wahrscheinlich die beste Heilsalbe dafür. 



Die Bandage lege ich nur nachts an,
um mich nicht versehentlich irgendwo anzuhauen.

Tagsüber verwende ich sie nicht mehr,
damit endlich genug Luft an meine Narbe herankommt.

Auch jetzt bei der Ergotherapie habe ich keine Bandage mehr um.



Dann zeigt sie mir, wie ich meine Hand mit der Linken bürsten muss,
damit die Lymphe in Schwung kommt und besser abfließen kann.

So gehen auch die Schwellungen weg.

Am Handrücken Richtung Arm bürsten,
auch in der Handinnenfläche.

Ausnahme: die Fingerinnenseite!

Hier geht die Bürstrichtung nach außen,
also von den Fingerwurzeln in Richtung Fingerspitzen und nicht umgekehrt.



Dann massiert sie meine Hand um die Narbe
und dann auch meine Handinnenfläche mit einem Massagestab.

Das tut gut!!


 
 Nach dem Bürsten und der Narbenmassage soll ich eine Faust machen,
das gelingt noch ziemlich schlecht:

Meine Schwellungen sind noch zu groß
und meine Sehnen hatten zu lange keine Dehnung mehr.



Mit meinen Fingern ein "Dach" zu machen, geht viel leichter,
das habe ich schon mit Gips geübt, so gut ich konnte.



Als Nächstes soll ich einen Ball halten und ein wenig quetschen.

Halten geht problemlos,
zum Quetschen habe ich noch nicht genug Kraft.

Die 1. Stunde geht wie im Flug vorbei ...



Voller Trainingseifer 
finde ich zu Hause gleich die optimalen Trainingsgeräte:

Dieser Stachelball gehörte mal meinem verflossenen Schäferhund,
ich habe ihn als Erinnerung an ihn behalten
und jetzt kann er wieder gute Dienste leisten:

Statt als Spielzeug in seinem Maul
als Trainingsgerät in meiner Hand ;) !



Und diese Bürste hat Ikea sicher für einen anderen Zweck "erfunden",
aber für meine rechte Hand ist sie gerade richtig:

Sie ist schön fest, breit genug und massiert sehr gut.


Also, los geht's mit dem Handtraining zu 'Hause!











Freitag, 17. Februar 2017





Ich bin ihn endlich los, den Gips!!!

 Der lange und heiß ersehnte Termin ist da:
17. Februar 2017. 

Meine Schwester fährt mich dazu extra 
in die Ordination meiner Chirurgin nach Niederösterreich.

Ich darf ja noch immer nicht Autofahren,
wegen des unerwünschten Zuges an meiner rechten Hand beim Schalten.

Das abschließende Röntgen zeigte,
dass der "Blumendraht" samt Knochenstückchen 
und damit wohl auch meiner Sehne 
noch am richtigen Platz ist.

Ich war ja auch wirklich SEHR brav
und habe am Schluss fast alles nur noch "mit links" gemacht :)).



Nach insgesamt 10 Wochen Immobilisierung

- 3,5 Wochen mittels Schiene und weitere 6 Wochen im Gips,
ich nannte es immer "Strafverschärfung",
fast doppelt so lange durchhalten zu müssen wie andere - 

ist das rote Ungetüm, das ich zum "Endspurt" ganze 3 Wochen oben hatte,
endlich aufgeschnitten und entfernt worden. 

Und ich darf meine Hand endlich wieder bewegen!!!



Zur Sicherheit
- und angeblich auch zur psychologischen Beruhigung,
die Hand war ja jetzt solange "warm ummantelt" -
bekam ich noch eine Bandage umgewickelt,  



 die ich zu Hause natürlich gleich entferne,
weil ich neugierig bin und meine rechte Hand genauer inspizieren möchte.

Was an der rechten Hand unten noch zu dick ist,
ist der Unterarm viel zu dünn:

Meine schönen Muskeln sind alle verschwunden :( !!



Die Narbe ist hier auf den 1. Blick fast nicht mehr erkennbar,
der Abdruck von Gips und Bandage ist stärker zu sehen. 

Das Handgelenk hat indes gar kein Profil mehr,
auch die Farbe der Hand lässt noch zu wünschen übrig.



Obwohl ich mich freue, dass ich meine Hand völlig schmerzfrei
so gerade halten kann,
ist mein Handgelenk noch sehr steif.

Ich kann meine Hand vielleicht gerade einmal 30% 
nach oben oder unten bewegen.


Aber jetzt kommt zuerst einmal das Wichtigste dran:

Meine Hand nach 6 Wochen endlich wieder waschen
und die ganze alte Haut runterrubbeln :)) !



Einige Tage später sehe ich,
dass der Gips nicht nur meiner Hand,
sondern auch den Fingernägeln gut getan hat!


Endlich einmal Erholung von meinem "Fingerkletzeln",
wenn ich nervös bin!